Einführung


Der Farbmodus einer Bilddatei bestimmt, wieviel und welche Farbwerte die Datei darstellen kann.

In Programmen zur Bildbearbeitung gibt es verschiedene Farbmodi, basierend auf unterschiedlichen Farbtiefen und Farbräumen.
   




RGB-Modus (Standard)

 
   
Im RGB-Modus werden die Farbwerte einer Bilddatei vom Bildbearbeitungsprogramm in drei getrennten Farbkanälen (Rot-, Grün- und Blaukanal) verarbeitet.

Jeder der drei Farbkanäle entspricht – technisch gesehen – einem Graustufen-Kanal, dessen Werte zwischen Schwarz und Weiß bei der Darstellung der Bilddatei als Intensitätswerte seiner jeweiligen Grundfarbe bei der additiven Farbmischung interpretiert wird. Grauwerte entstehen durch jeweils identische Anteile von Rot, Grün und Blau (siehe Tabelle rechts).

Typisch ist eine Farbtiefe von 3 x 8 Bit = 24 Bit. Damit können 256 x 256 x 256 = 16,7 Millionen Farbwerte je Pixel dargestellt werden, das entspricht in etwa der Farbauflösung der menschlichen Wahrnehmung. Daher wird dieser Farbmodus auch als Truecolor-Modus (= Echtfarbenmodus) bezeichnet.

Das Erstellen und Bearbeiten von Bitmap-Dateien für die Bildschirmdarstellung sollte in der Regel im RGB-Modus erfolgen, da hier eine optimale Farbtreue für die Darstellung auf Computerbildschirmen gewährleistet ist. Eine eventuelle Umwandlung in einen anderen Farbmodus (z. B. »Indiziert«) sollte erst nach Fertigstellung an einer Kopie der Datei stattfinden.
  Beispielbild 24 Bit
Beispielbild 24 Bit

24 Bit Palette (16,7 Mio Farben)
24 Bit Palette (16,7 Mio Farben)


Farbe  RGB-Wert
R G B
Rot Rot  255 0 0
Grün Grün  0 255 0
Blau Blau  0 0 255
Gelb Gelb  255 255 0
Cyan Cyan  0 255 255
Magenta Magenta  255 0 255
Weiß Weiß  255 255 255
Grau Grau 50%  127 127 127
Schwarz Schwarz  0 0 0

RGB-Werte für 24 Bit Dateien




Graustufen-Modus

 
   
Die Luminanz (= Helligkeitswert) jeder Farbe wird als Grauwert zwischen Schwarz und Weiß interpretiert. Bei 8 Bit Farbtiefe sind 256 Graustufen je Pixel darstellbar.

Graustufenbilder (= Halbtonbilder) benötigen nur einen Farbkanal (Rot- Grün- und Blauanteile sind jeweils identisch) und führen zu entsprechend kleineren Dateigrößen als RGB-Bilder.

8 Bit Palette (256 Graustufen)
8 Bit Palette
(256 Graustufen)
 
Farbe  Byte-Wert
Weiß Weiß  255
Grau Grau 50%  127
Schwarz Schwarz   0

Farbwerte bei 8 Bit
  Beispielbild 8 Bit Graustufen
Beispielbild 8 Bit Graustufen









Indizierte Farben

 
   
Im Indiziert-Modus (1 bis 8 Bit) kann ein Pixel 2 bis 256 Farbwerte annehmen. Die Farbwerte werden in einer Farbpalette als Bestandteil der Bilddatei gespeichert und für deren Darstellung verwendet (Beispiel: GIF-Dateien).

Leider sind die Systempaletten für die Windows- und Macintosh-Plattform nicht identisch. Von der Firma Netcape wurde daher eine so genannte Websafe-Palette mit den 216 übereinstimmenden Farben eingeführt, welche für Internet-Anwendungen eine relativ plattformunabhängige Farbdarstellung im Indiziert-Modus gewährleistet.

Systempalette Macintosh (256 Farben)
Systempalette Macintosh
(256 Farben)
  Systempalette Windows (256 Farben)
Systempalette Windows
(256 Farben)
  Beispielbild 216 Farben, websafe (rechte Hälfte gerastert)
Beispielbild 216 Farben, websafe
(rechte Hälfte gerastert)


Netscape-Palette (216 Farben, websafe)
Netscape-Palette (216 Farben, websafe)




Bitmap-Modus

 
   
Alle Pixel werden anhand eines Schwellenwertes als entweder Schwarz oder Weiß eingestuft.

Zum Wechsel in den Bitmap-Modus muss eine Bilddatei zunächst in den Modus »Graustufen« umgewandelt werden.

Farbe  Bit-Wert
Weiß Weiß  1
Schwarz Schwarz  0
  1 Bit Palette (2 Farben)
1 Bit Palette (2 Farben)
  Beispielbild 1 Bit (rechte Hälfte gerastert)
Beispielbild 1 Bit (rechte Hälfte gerastert)




CMYK-Modus

 
   
Sollen Bilddateien in einem Druckverfahren ausgegeben werden, so müssen sie in den CMYK-Farbraum umgewandelt werden. Beim Drucken gilt nämlich nicht das Prinzip der additiven, sondern das der subtraktiven Farbmischung, basierend auf den Grundfarben Cyan (C), Magenta (M) und Gelb (Y = Yellow).
In der Praxis lässt sich aus dem Übereinanderdrucken dieser Farben kein tiefes Schwarz erzeugen, weshalb ein vierter Farbkanal mit Schwarzwerten (K) hinzugefügt wird.

Der CMYK-Farbraum ist kleiner als der RGB-Farbraum, er kann also weniger Farbwerte darstellen: bei der Umwandlung gehen Farbwerte verloren.
   
     



 
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